
Besuch auf dem Iserlohner Weihnachtsmarkt
12. Dezember 2025Ein stärkender Raum für Kinder
Das Starkmacher-Projekt ist ein präventives und stärkenorientiertes Angebot für Kinder, das wichtige Themen wie Resilienz, Selbstschutz, Freundschaft, Gefühle, Vertrauen und Kinderschutz auf kindgerechte und alltagsnahe Weise erfahrbar macht.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kinder darin begleitet werden können, ihre innere Stärke zu entdecken, ihrem Gefühl zu vertrauen, Grenzen wahrzunehmen und in herausfordernden Situationen handlungsfähig zu werden.
Begleitet wurden die Kinder dabei von den Starkmacher-Figuren Fipps, Leo und Grimm, die den Inhalten eine kindgerechte, lebendige und emotionale Form gaben. Die Figuren halfen den Kindern, zentrale Themen wiederzuerkennen, sich mit ihnen zu identifizieren und Inhalte nachhaltig zu verinnerlichen.
Rituale, die Sicherheit geben
Jeder Projekttag begann mit einem gemeinsamen Begrüßungskreis, dem Starkmacher-Lied sowie wiederkehrenden Ritualen, die den Kindern Sicherheit, Struktur und Gemeinschaft vermittelten.
Ein fester Bestandteil war außerdem unser Kinderschutz-Rap, den wir immer wieder gemeinsam gesungen haben. Durch diese wiederkehrenden Elemente entstand ein geschützter und zugleich stärkender Rahmen, in dem sich die Kinder öffnen, einbringen und wachsen konnten.
Lernen durch Erleben
Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts lag auf dem aktiven Erleben. Die einzelnen Themen wurden nicht nur besprochen, sondern durch Rollenspiele vertieft, damit die Kinder Situationen besser nachvollziehen, Handlungsmöglichkeiten ausprobieren und Inhalte nachhaltig verinnerlichen konnten.
Gerade bei Themen wie Freundschaft, Hilfe holen, Grenzen setzen oder Geheimnissen war es wichtig, die Inhalte nicht nur theoretisch zu benennen, sondern sie im gemeinsamen Tun erfahrbar zu machen.
Dabei durften die Kinder auch erleben, dass Konflikte zum Alltag dazugehören. Sie konnten streiten, unterschiedliche Sichtweisen äußern und zugleich lernen, wie wichtig es ist, wieder aufeinander zuzugehen, sich zu vertragen und gemeinsam Lösungen zu finden. So wurde das Thema Freundschaft nicht nur besprochen, sondern auch ganz konkret eingeübt.
Kreative Vertiefung und sichtbare Entwicklung
Ergänzt wurde die Projektarbeit durch kreative Angebote, Portfolioarbeit und thematisch passende Arbeitsblätter. Zu den einzelnen Themen gestalteten die Kinder eigene Portfolioseiten, sodass das Erlebte und Gelernte sichtbar festgehalten werden konnte.
Dadurch entstanden nicht nur wertvolle Erinnerungen, sondern auch kindgerechte Möglichkeiten zur Reflexion und Vertiefung.
Ein wichtiger kreativer Baustein war dabei auch unsere Stopp-Hand, die gemeinsam mit den Kindern gestaltet wurde. Sie diente als sichtbares und einprägsames Symbol für Selbstschutz, Grenzen und Handlungssicherheit.
Die einzelnen Finger standen sinnbildlich für zentrale Botschaften des Projekts:
- Mein Körper gehört mir.
- Ich darf Stopp sagen.
- Ich darf Nein sagen, wenn sich etwas nicht gut anfühlt.
- Ich darf mir Hilfe holen.
- Ich muss belastende Dinge nicht allein behalten.
So wurde die Stopp-Hand zu einem stärkenden Symbol, das die Kinder durch das Projekt begleitet und ihnen wichtige Schutzbotschaften auf kindgerechte Weise vermittelt hat.
Mut sichtbar machen
Ein weiterer fester Bestandteil des Projekts waren die sogenannten Mut-Momente. Diese wurden über die gesamte Woche hinweg gesammelt und machten sichtbar, dass Mut oft in kleinen Schritten beginnt: wenn ein Kind auf sein Gefühl hört, etwas ausspricht, sich Hilfe holt, eine Grenze setzt, sich verträgt oder sich etwas Neues zutraut.
Dadurch konnten die Kinder ihre eigene Entwicklung ganz bewusst wahrnehmen und erleben, dass Stärke im Alltag wächst.
Zum Auftakt der Woche sammelten die Kinder außerdem gemeinsam auf einem Plakat ihre Ziele und Wünsche für die kommenden Tage. Am Ende der Woche wurde im gemeinsamen Rückblick betrachtet, was gelernt, erlebt und erreicht wurde. Diese Form der Reflexion machte Entwicklung für die Kinder sichtbar und stärkte ihre Selbstwirksamkeit.
Die Themen der Starkmacher-Woche
Inhaltlich war die Starkmacher-Woche in mehrere zentrale Themen gegliedert.
Zum Einstieg stand das Bauchgefühl im Mittelpunkt. Die Kinder setzten sich damit auseinander, dass das eigene Gefühl wichtige Signale geben kann und ernst genommen werden darf.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema gute Freunde und schlechte Freunde. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, was Freundschaft stärkend macht, was guttut, was verletzend sein kann und wie wichtig es ist, nach Streit wieder zueinander zu finden.
Ebenso zentral war das Thema Hilfe holen. Die Kinder wurden darin bestärkt, dass es mutig ist, sich Unterstützung zu holen und dass niemand schwierige Situationen allein tragen muss.
Darüber hinaus beschäftigten sich die Kinder mit guten und schlechten Geheimnissen. Dabei wurde sensibel und kindgerecht vermittelt, dass schöne Überraschungen Freude machen dürfen, belastende Geheimnisse jedoch ausgesprochen werden dürfen und sollen.
Zum Abschluss wurde die Woche gemeinsam reflektiert, die gesammelten Mut-Momente wurden noch einmal aufgegriffen und die wichtigsten Erkenntnisse zusammengetragen.
Verbindung zwischen Kita und Zuhause
Zur Vertiefung der Themen aus der Projektwoche gab es außerdem begleitende Hausaufgaben für zuhause. Diese waren bewusst unterschiedlich aufgebaut, um die Inhalte passend weiterzuführen und Eltern sowie Kinder auf verschiedene Weise einzubeziehen.
Manche Impulse richteten sich ausschließlich an die Eltern, andere gezielt an die Kinder und wieder andere luden Eltern und Kinder dazu ein, gemeinsam weiter an den Themen zu arbeiten. So konnten wichtige Inhalte aus der Projektwoche auch im häuslichen Alltag aufgegriffen, vertieft und gemeinsam erlebt werden.
Wie aus dem Projekt mehr wurde
Aus dieser intensiven Projektwoche heraus haben sich auch die Starkmacher-Freitage entwickelt. Sie greifen die Inhalte des Projekts auf, vertiefen diese im Alltag und schaffen einen festen, wiederkehrenden Rahmen, in dem stärkende Themen regelmäßig weitergeführt werden können.
Gleichzeitig bieten sie Raum für viele weitere wertvolle Themen und Impulse, die Kinder in ihrer Persönlichkeit, ihrer Gefühlswelt, ihrem sozialen Miteinander und ihrer inneren Stärke begleiten.
Die Starkmacher-Freitage knüpfen also nicht nur an die Inhalte der Projektwoche an, sondern erweitern sie durch neue Themen, kreative Angebote, stärkende Rituale, Gespräche, Rollenspiele und erlebnisreiche Impulse, die Kinder nachhaltig begleiten.
Fachlich begleitet und umgesetzt
Geleitet und umgesetzt wurde dieses Projekt von Sabrina Kirylo in ihrer Funktion als Resilienz-Fachkraft.
Mit fachlichem Blick, pädagogischer Feinfühligkeit und einem klaren Schwerpunkt auf Resilienzförderung, Prävention und Kinderschutz wurde das Starkmacher-Projekt zu einem wertvollen Baustein im Alltag der Kinder.
Es verbindet stärkende, präventive und kinderschutzrelevante Inhalte auf liebevolle, klare und alltagsnahe Weise und bildet zugleich eine wichtige Grundlage für die weiterführenden Starkmacher-Freitage.
Ein starker Abschluss
Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine Urkunde und durfte das Projekt als Starkmacher-Kind beenden.
So wurde für die Kinder noch einmal sichtbar und spürbar:
Ich habe gelernt.
Ich bin gewachsen.
Ich bin stark.









